Erfolgreicher Austausch beim MedEvac Forum 2026

Beim MedEvac Forum 2026 stand nicht nur der fachliche und strategische Austausch im Mittelpunkt – es war ein Tag, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie viel Engagement, Expertise und Menschlichkeit in unserer gemeinsamen Arbeit steckt. Die Veranstaltung fand am 22. Jänner 2026 in der Sala Terrena des Innenministeriums statt und wurde im Rahmen des EU Katastrophenschutzmechanismus organisiert. Schon beim Eintreffen der Teilnehmenden wurde spürbar, wie vielfältig und engagiert die Organisationen sind, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten: Menschen in größter Not medizinische Versorgung zu ermöglichen.
Eine besondere Ehre war die Teilnahme des ukrainischen Botschafters Dr. Vasyl Khymynets, der die internationale Bedeutung und Dringlichkeit der MedEvac Arbeit unterstrich. Ergänzt wurden seine Worte durch Videobotschaften von Michela Matuella (EU Kommission), Dr. Ihor Perehinets (WHO Europe) und Viktor Liashko (ukrainischer Gesundheitsminister). Sie machten deutlich, dass die österreichische MedEvac Arbeit Teil eines größeren europäischen und humanitären Netzwerks ist – und dass unser Einsatz weit über die Grenzen hinweg spürbar ist.

Fachliche Schwerpunkte in zwei Panels

Die inhaltliche Arbeit des Forums konzentrierte sich auf zwei große Panels, die die gesamte Bandbreite der aktuellen Herausforderungen und Chancen beleuchteten.
Im ersten Panel ging es um die Behandlung von Kriegsverletzungen und die medizinischen, organisatorischen und logistischen Anforderungen, die damit verbunden sind. Diana Tembikovska (BMI) führte mit einem Überblick über den österreichischen MedEvac Ablauf ein, gefolgt von eindrucksvollen Fachbeiträgen von Univ.-Prof. Dr. Lars Peter Kamolz (LKH Graz) und Univ.-Prof. Dr. Florian Wichlas (LKH Salzburg). Hans Peter Arzberger (Otto Bock) stellte moderne prothetische Entwicklungen vor – ein Thema, das besonders berührte, weil es unmittelbar zeigt, was medizinische und technologische Unterstützung für Betroffene bedeuten kann.
Das zweite Panel richtete den Blick stärker auf die internationalen sowie österreichischen Unterstützungsstrukturen. Beiträge von MinR Mag. Gero Stuller (BMASGPK), Kmsr Maximilian Hanke (BMI), Daniela Krois (BMI) und Martin Kotrc (Land Steiermark) machten sichtbar, wie komplex und gleichzeitig wie gut abgestimmt die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und internationalen Partnern funktioniert. Besonders wertvoll waren die praxisnahen Einblicke aus den Bundesländern – sie zeigten, was unsere Arbeit vor Ort konkret bewirkt.

Austausch in wertschätzender Atmosphäre

Trotz der inhaltlichen Tiefe war das Forum geprägt von einer warmen und wertschätzenden Atmosphäre. Der angebotene ukrainische Wein wurde zu einem Symbol der Verbundenheit und des menschlichen Aspekts unserer Arbeit. Viele Kolleg*innen erzählten im persönlichen Austausch von ihren Erfahrungen, Beweggründen und Herausforderungen – Gespräche, die einmal mehr zeigten, wie sehr diese Arbeit verbindet und wie viel Leidenschaft dahintersteht.
Die Veranstaltung endete mit einer feierlichen Ehrung und anschließendem Networking, bei dem der Tag in offenen Gesprächen ausklang und neue Brücken zwischen den beteiligten Organisationen entstanden.
Das MedEvac Forum 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie essenziell die enge Zusammenarbeit zwischen medizinischen Einrichtungen, Behörden, internationalen Organisationen und den Bundesländern ist. Vor allem aber hat es sichtbar gemacht, dass MedEvac weit mehr ist als ein organisatorischer Prozess: Es ist ein zutiefst humanitärer Auftrag. Jede Kollegin und jeder Kollege, der daran mitwirkt – ob im Hintergrund oder direkt im Einsatz – leistet einen Beitrag, der Leben verändert und Hoffnung schenkt.

Das könnte Sie auch interessieren

Grundversorgung Kinderrechte sind immer aktuell!

10.12.2025 // Grundversorgung schult Mitarbeiter*innen regelmäßig im Kinderschutz.

Allgemein Gewaltschutz-Austauschtreffen in Linz

10.12.2025 // Diesen Herbst fand anlässlich des BBU-Gewaltschutzkonzepts ein Round-Table zum Thema Gewaltschutz der Region Oberösterreich in Linz statt, organisiert von der Ansprechstelle Gewaltschutz der BBU.

Ukraine Infos zur Erstankunft | інформація для новоприбулих | информация для недавно прибывших

27.11.2025 // Erstankunftsmöglichkeiten für Vertriebene aus der Ukraine | Можливості первинного розміщення для тимчасово переміщених осіб з України