Langer Tag der Flucht

Rechtsberaterin Susanne F. und Sozialbetreuer Ahmad Q. standen beim Langen Tag der Flucht des UNHCR als “Living Books” zur Verfügung – und stellten so die Vielseitigkeit der BBU vor.

In Menschen lesen können: Was nach Zauberei klingt, war beim Langen Tag der Flucht auch ganz ohne Magie möglich. Neben zahlreichen österreichweiten Veranstaltungen konnten in Wien “Living Books“ befragt werden.

“Lebende Bücher” 
17 dieser “lebenden Bücher” waren am 6. Oktober in der Hauptbücherei zu Gast. Es handelte sich um Expert*innen aus dem Flucht- und Asylbereich sowie um Menschen mit Fluchterfahrung. Sie standen bereit, um Interessierten ihre Tätigkeit näherzubringen und ihre Geschichte zu erzählen. Rechtsberaterin Susanne F. und Sozialbetreuer Ahmad Q. aus der BBU waren ebenfalls dabei.

 

 

 

 

Vor allem Schulklassen haben die Möglichkeit genutzt, sich Face-to-Face zu informieren. Susanne erzählt: “Ich habe zuerst so einfach wie möglich erklärt, was Asyl rechtlich bedeutet.” Danach stellten die Jugendlichen Fragen. “Sie wollten beispielsweise wissen, woher die Menschen kommen, was eine Abschiebung ist oder was passiert, wenn sie kein Asyl bekommen.”

Emotionaler Job
Eine besonders gut vorbereitete Klasse hatte einen ganzen Fragebogen mit dabei. Er beinhaltete nicht nur rechtliche Themen. “Die Schüler*innen wollten wissen, wie wir emotional mit den oft tragischen Fällen umgehen.” Susanne stellte klar, dass Abgrenzung nötig ist, aber “es auch in Ordnung ist, mal traurig zu sein.”

Die Vielseitigkeit der Expert*innen war ein großer Pluspunkt der Veranstaltung, findet Susanne. Mitarbeiter*innen des UNHCR, des BFA, von der Queer Base, vom ÖIF und eine Richterin des BVwG konnten unter anderem befragt werden. “Dadurch war erkennbar, dass es kein schwarz und weiß gibt, sondern unterschiedliche Aspekte eine Rolle im Asylverfahren spielen.” Personen mit Fluchterfahrung ergänzten die faktischen Schilderungen.

Wie hast du es geschafft? 
Die Frage, wie er es in Österreich “geschafft” hat, wurde auch Ahmad Q. gestellt. Der Sozialbetreuer kam 2003 nach Österreich, seit 2009 arbeitet er selbst in einer Betreuungseinrichtung. “Die Leute wollten wissen, wie ich mir mein Leben in Österreich aufgebaut habe.“ Er und seine Kollegin erhielten für ihren Einsatz ein Dank-Schreiben des UNHCR. Darin wurde das gute Feedback der Lehrer*innen und Schüler*innen festgehalten.

Der Lange Tag der Flucht war auch eine Möglichkeit, die BBU und ihre Tätigkeiten zu präsentieren.
Wir danken den Kolleg*innen fürs Dabeisein!

 

 

Susanne F. mit einem Kollegen des UNHCR

 

Wie hast du es geschafft? 
Die Frage, wie er es in Österreich “geschafft” hat, wurde auch Ahmad Foad Qadiri gestellt. Der Sozialbetreuer kam 2003 nach Österreich, seit 2009 arbeitet er in Traiskirchen. “Die Leute wollten wissen, wie ich mir mein Leben in Österreich aufgebaut habe.“ Er und seine Kollegin bekamen für ihren Einsatz ein Dank-Schreiben vom UNHCR. Darin wurde das gute Feedback der Lehrer*innen und Schüler*innen festgehalten.Der Lange Tag der Flucht war auch eine Möglichkeit, die BBU zu präsentieren. Wir danken den Kolleg*innen fürs Dabeisein.

Fotocredit Titelbild und Veranstaltungsfotos: © UNHCR, UNHCR/Murtaza Elham

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