Alle Schüler*innen freuen sich auf die Ferien – nein, nicht alle! Die 64 schutzsuchenden Pflichtschulkinder in unseren Betreuungseinrichtungen finden es schade, dass sie vorerst nicht mehr lernen dürfen.
Sie besuchen entweder die Schule in jener Gemeinde, in der sich die Betreuungseinrichtung befindet. In Traiskirchen befindet sich die Schule für die Mädchen und Buben in einem kleinen Gebäude am Areal der Betreuungseinrichtung. Lehrer*innen aus der Sportmittelschule unterrichten dort die altersgemischten schulpflichtigen Kinder. Das ist natürlich eine Herausforderung: Die Kinder sind alle auf einem anderen Niveau. Manche haben noch nie eine Schule von innen gesehen, andere sprechen bereits recht gut Deutsch. Die Lehrpersonen bringen den Mädchen und Buben nicht nur Rechnen, Schreiben und Lesen näher, sondern begegnen ihnen auch mit Wertschätzung.
Unsere Kolleg*innen in den Betreuungseinrichtungen helfen den Kindern am Nachmittag bei den Hausübungen und beim Lernen. Sie veranstalten auch Deutschkurse und versuchen, den Mädchen und Buben die Sprache spielerisch näher zu bringen.
Je nach Dauer des Asylverfahrens bleiben Kinder kürzer oder länger in der Betreuungseinrichtung. Dementsprechend besuchen sie die Klasse manchmal nur für ein paar Tage.
Eines ist aber bei allen Kindern gleich: die Begeisterung, in die Schule gehen und lernen zu dürfen. „Oft ist es die erste Frage, die uns neu ankommende Kinder stellen: Wann gibt es Schule?“, sagt Daniela D., unsere Einrichtungsleiterin aus Bad Kreuzen.
*Unsere Mitarbeiter*innen sind in einem gesellschaftspolitisch hochsensiblen Bereich tätig. Um sie bestmöglich zu schützen, veröffentlichen wir nicht ihren vollständigen Namen.
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