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Grundversorgung

13.01.2022

Aktuelle Maßnahmen und Zahlen

Die Grundversorgung der BBU und die Corona-Pandemie

Die BBU betreut Schutzsuchende auf der Flucht in den ersten Wochen und Monaten nach ihrer Ankunft in Österreich. Wir stellen eine Unterkunft zur Verfügung und kümmern uns um die Verpflegung und die Versorgung mit Kleidung und Hygieneartikeln. Die Corona-Pandemie stellt uns - und noch viel mehr unsere Klientinnen und Klienten - dabei vor große Herausforderungen. Wie informiert die BBU die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Betreuungseinrichtungen über die Vielzahl an teilweise verwirrenden Bestimmungen und wie werden die Inzidenzen so gering wie möglich gehalten?

Zahlen 2021

Zahlen 2021

Corona Maßnahmen in den Betreuungseinrichtungen der Grundversorgung

Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, haben wir alle Aspekte des Zusammenlebens in unseren Betreuungseinrichtungen angepasst. Alle Mitarbeiter*innen arbeiten auf Hochtouren, um auch für Klient*innen in Quarantäne da zu sein, regelmäßig Masken auszuteilen und deren Verwendung zu überprüfen, die in Gruppen gestaffelte Verwendung des Speisesaals zu organisieren und täglich hunderte Impfungen und Testungen durchzuführen. Alle weiteren Maßnahmen, die die Betreuungseinrichtungen der Grundversorgung zum Thema Corona unternimmt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Informationen über die aktuelle Situation und Übersetzungen

Informationen über das Virus und über die Maßnahmen dagegen in vielen Sprachen bereitzustellen, ist das beste Mittel gegen fake news und Gerüchte. Mithilfe von diversen Informationskampagnen zum Thema Impfungen, Quarantäne und Lockdown schaffen wir Verständnis für die notwendigen Einschränkungen und fördern die aktive Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Betreuungseinrichtungen an unseren Test- und Impfkampagnen.

Impfungen in den Betreuungseinrichtungen

Wie hier Herr Achmad A. in Schwechat können sich alle Klientinnen und Klienten jederzeit kostenlos impfen lassen. Teilweise erledigen das direkt unsere Vertragsärzte vor Ort, wir senden mobile Impfteams in unsere Betreuungseinrichtungen und organisieren Impftermine in Zusammenarbeit mit den zuständigen Organisationen in den jeweiligen Bundesländern. Bei der Erstaufnahme von Personen in unseren Einrichtungen wird der Impfstatus natürlich sofort erfasst.

Durch unsere Maßnahmen und die Kooperationsbereitschaft unserer Bewohnerinnen und Bewohner, können wir in manchen Betreuungseinrichtungen eine Impfquote von 80% sicherstellen. (Durch die vergleichsweise kurze Aufenthaltsdauer der Menschen in unseren Einrichtungen und die dadurch bedingte hohe Fluktuation, sind höhere Werte praktisch nicht möglich)

Bild: © BBU GmbH

Quarantäne Regelungen und Testungen

Bei der Erstaufnahme in den Betreuungseinrichtungen und bei allen Überstellungen werden Klientinnen und Klienten sofort mit PCR- sowie Antigentest getestet, um das Risiko von Ansteckungen so gering wie möglich zu halten. Anschließend begeben sie sich in einen Isolationsbereich, werden dort abgesondert betreut und können sich nach Ablauf von 5 Tagen freitesten. In diesen Isolationsbereichen werden Corona-positive Personen, Kontaktpersonen sowie Personen, deren erstes Testergebnis noch aussteht, räumlich getrennt von einander untergebracht.

Mithilfe von Teststraßen innerhalb einiger Bundesbetreuungseinrichtungen ist es den Bewohnerinnen und Bewohnern möglich, sich jederzeit nach Wunsch testen zu lassen. In anderen Einrichtungen werden Geflüchtete selbstverständlich dabei unterstützt, einen Test durchzuführen, wenn erwünscht. Die BBU arbeitet täglich daran, alle Menschen in den Einrichtungen bestmöglich gegen das Corona-Virus zu schützen. Die BBU testet auf diese Weise jeden Tag hunderte Menschen auf COVID-19 – im Verlauf des Jahres 2021 waren es 66.672 Tests.

Die Wirksamkeit der Maßnahmen in den Betreuungseinrichtungen der BBU zeigte sich z.B. daran, dass der zweite, je in Österreich bekannte Omikron-Fall zwar in einer unserer Einrichtungen auftrat, er aber zuverlässig eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden konnte.

Kooperationen

Wir möchten in diesem Zusammenhang all unseren Kooperationspartnern für die Zusammenarbeit danken. Täglich werden wir von den Ländern, den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, von Organisationen der Zivilgesellschaft (wie dem Roten Kreuz oder dem Samariterbund) unterstützt. Zusätzlich stehen wir in regelmäßiger Abstimmung mit der AGES.

Wir danken besonders auch unseren Klientinnen und Klienten für ihr Verständnis und Entgegenkommen das sie uns jeden Tag in ihrer, ohnehin bereits herausfordernden persönlichen Situation entgegenbringen. Sie sind unsere wichtigsten Partner bei der Eindämmung des Coronavirus!

Gemeinsam gelingt es uns seit nunmehr fast zwei Jahren, das Corona-Virus in unseren Quartieren in Schach zu halten!

 

 

Titelbild: © Photo by CDC on Unsplash