Wohnen während des Asylverfahrens

Der Infopoint

Wo wohnst du? Bist du in Traiskirchen oder einem anderen BBU Camp? Du bekommst Informationen beim „Infopoint“. Dort ist auch ein Plan vom Camp und der Gegend. Dort siehst du, wie weit du mit deiner grünen Karte weggehen darfst.

Hast du eine besondere Frage? Am Infopoint sind Kontakte zu Organisationen, die dir helfen können (Informationen und Kontakte zu Beratungsstellen auch hier: Adressen und Organisationen).

In Traiskirchen sieht der Eingang vom Infopoint so aus.

 

Kleidung

Du brauchst eine warme Jacke oder Schuhe? Kleidung bekommst Du bei der Kleiderausgabe.

Du bekommst Kleidung für 150 Euro im Jahr. Auch wenn nicht sicher ist, ob du Asyl bekommst oder du in Österreich bleiben willst, wirst du ein paar Wochen oder Monate hier wohnen.

 

Pass daher gut auf deine Kleidung auf – wenn du sie verlierst oder beim Transfer liegen lässt, kann es schwierig sein, neue Kleidung zu bekommen.

 

Essen

In der BBU gibt es fixe Essenszeiten. Schau zum Infopoint, um zu erfahren, wann deine Essenszeiten sind.
Wenn du nicht zum Essen kommen kannst, weil du einen Kurs machst, beim Arzt bist, oder zu einem Interview musst, sag vorher Bescheid: du bekommst ein Lunchpaket.

Bei der BBU gibt es nie Schweinefleisch zum Essen. Dir schmeckt das Essen nicht? Sag es den Betreuern!

Schlafen

Du musst im Camp schlafen. Die Betreuer schauen, ob alle da sind. Wenn du dich in deinem Zimmer nicht wohl fühlst, sprich mit deinem Betreuer.

Wenn du einmal nicht rechtzeitig ins Camp zurückkommst, musst du nicht auf der Straße schlafen. Das kann gefährlich sein.

 

INFORMATIONEN FÜR JUGENDLICHE UNTER 18 JAHREN
Bitte schlafe nicht auf der Straße! Such im Internet oder schau hier nach, ob eine Jugendnotschlafstelle in deiner Nähe ist. Es kostet nichts. Du musst auch deinen Namen nicht sagen. Geh am nächsten Tag gleich ins Camp zurück.

Bitte reise NICHT alleine weiter, auch wenn das Warten lange dauert. Es ist gefährlich. Sprich mit deinem Betreuer oder deinem Rechtsberater.

Remu-Arbeit

Wenn du willst, kannst du im Camp arbeiten und Geld verdienen. Du kannst zum Beispiel dabei helfen, das Camp sauber zu halten oder im Garten arbeiten. Wenn du eine Stunde arbeitest, bekommst du 1,60 Euro. Die Arbeit ist freiwillig, das bedeutet du kannst sie machen, du musst aber nicht. Frag bei deinen Betreuern im Camp nach, wenn du als Remu arbeiten willst!

Transfer

Nach einiger Zeit bekommst du einen neuen Wohnplatz.

Vielleicht kommst du in einen anderen Teil von Österreich, in ein anderes Bundesland. Manchmal braucht es Zeit, bis ein Platz frei ist. Bitte versuche geduldig zu sein. Wir wissen, dass es schwer ist.

 

Vielleicht kommst du in ein anderes Camp der BBU – das wird dir vor dem Transfer gesagt. Dort gibt es auch Betreuer in gelben Westen, einen Psychologen und einen Doktor.

In den Camps ohne BBU gibt es auch Betreuer, die dir helfen. Außerdem gibt es auch andere Experten, die dir helfen.

 

Du hast ein Problem im Camp?
Fühlst du dich nicht wohl in deinem Camp? Wirst du nicht gut behandelt? Möchtest du etwas unbedingt erzählen? Sprich mit den Betreuern oder geh zu Beratungsstellen (Informationen und Kontakte zu externen Beratungsstellen findest du auch hier: Adressen und Organisationen).

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